Brennpunkt Bildung

Nachwuchsgruppe der Hans-Böckler-Stiftung zum Thema "Segregierte Quartiere als Bildungsräume?"

Entwicklung lokaler Bildungssysteme

Die Dissertation von Stefanie Wittich untersucht aus einer politikwissenschaftlichen Perspektive das Quartierswissen kommunaler bildungspolitischer Akteure. Sie fragt nach charakteristischen Merkmalen des Images bestimmter Stadtviertel sowie  nach der handlungsleitenden Wirkung damit einhergehender Orientierungen von AkteurInnen in der bildungspolitischen Arbeit. Theoretisch orientiert sich ihre Analyse an zwei Strängen, zum einen an der Raumtheorie mit einem speziellen Fokus auf Raumproduktion, Urban Governance und Images von Räumen, zum anderen an der Wissenssoziologie mit einem speziellen Fokus auf Formen des Differenzwissens bei Professionellen. Die Untersuchung wird am Beispiel dreier Quartiere durchgeführt, die sich in der Konstitution ihres Bildungsraums unterscheiden. Untersucht werden politische Dokumente und Interviews mit bildungspolitischen Akteuren. Erwartet wird eine intensive Beschreibung der Bildungssituation in den Quartieren sowie eine Analyse des impliziten und expliziten Quartierswissens. Am Ende steht eine Bewertung der Rolle des Quartierswissens in der Wechselwirkung von sozialräumlicher Segregation und Bildungsungleichheit.